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quelle ausverkauf-wieviel "geier"ist ok?
schon als kleines kind habe ich den spruch "meine quelle" im ohr gehabt..gekauft haben wir da aber eigentlich nie etwas. bei meiner nachbarin war das anders, da lag der katalog regelmäßig auf der fussmatte..
berührt von dem aus, bin ich trotzdem, alle großen traditionshäuser verabschieden sich mit einem lauten(teils plötzlichen) knall aus der welt, schiesser, merklin,hertie karstadt quelle..
ein stück deutscher unternehmensgeschichte und garant für bestand sicherheit ,vielleicht auch qualität..futsch!
wenn man sich jetzt die schlagzeilen ansieht, weinende mitarbeiter (bei quelle) treffen auf gierige kunden, denen es piepegal ist was sie da gerade kaufen..hauptsache billig egal zu welchem preis (im doppelten sinne)
die insolvenzen werden zunehmen, wir verändern uns mit diesen gegebenheiten..was ist eigentlich mit unser verantwortung, pietät oder gewissen?
werden wir jetzt zu langsam alle aasgeiern und gehen nur noch einkaufen, wenn ein geschäft im sterben liegt? und ist das in ordnung?
wie gehen wir damit nun um?
02.11.2009, 17:19 Uhr melden
Beste Antwort:
Weitere Antworten (69)
@trouble
Das war aber nicht das Thema.....klar war es das.
Wenn Du natürlich wieder den Weltverbesserer spielen willst...
nur zu. :-)
Wenn die Firma Quelle nichts anzubieten hat, was eine größere
Käuferzahl auch ohne Rabatt kaufen will, tja.....dann ist
halt die Unternehmensführung schlecht.
Das ist schlecht für die Angestellten. Ist aber immer so, wenn
eine Firma pleite geht.
Wenn Du Dich über was aufregen willst, dann reg Dich doch
mal über Schlecker auf. Die sind noch viel schlauer. Die
schließen die Anton Schlecker Geschäfte und schmeißen die
Leute raus. Wer nicht will, bekommt einen Arbeitsplatz in
zig Kilometern Entfernung oder nix.
Dann wird Schlecker XXL eröffnet, mit neuen Leuten für
viel weniger Geld, Urlaub usw. Sowas müßte man verbieten.
Wenn aber Menschen, die sich sonst nicht viel leisten können,
bei einem Ausverkauf mal ein paar Schnäppchen machen....
dann laß sie doch. Da ist jetzt nichts mehr zu machen.
Insolvenzverfahren: Immer schön „quaken“, aber von tuten und „blasen“ keine Ahnung, oder was …?
Eigentlich wollte ich die 2.222 Postings NICHT überschreiten. Das hat der Counter von GMX-WEB.DE-1&1 gemacht und dann schiebe ich mal 2.224 noch nach bei dem „Senf“, den ich hier lese.
Wenn ein Unternehmen in die Insolvenz geht, dann heißt das zunächst, dass es zahlungsunfähig ist. Davon sind Gläubiger (Lieferanten, Dienstleister) und auch Arbeitnehmer betroffen, die aber (zunächst) besser abgesichert sind.
Ich kenne den aktuellen Stand bei Quelle nicht, aber der Normalfall ist der Firmeneigentümer, Geschäftführer etc. meldet beim Amtsgericht Insolvenz an. Dann setzt das Amtsgericht zunächst einen vorläufigen Insolvenzverwalter ein, und der darf dann VOLL auf die Bremse treten.
Das heißt im Klartext: Er hat ein außerordentliches Kündigungsrecht für evtl. auch sehr langfristige Verträge (Miete, Arbeitnehmer et cetera pp.). Diese Betroffenen machen dann schon mal „Nase“, und die Bremse gilt auch für die anhängigen oder RECHTSKRÄFTIGEN Gerichtsverfahren, Mahnbescheide der Gläubiger. Eine Vollstreckung mit dem Titel in der Hand geht nicht mehr. Gläubiger zahlen ggf. Gerichtsvollzieher zur Vollstreckung und die schickt der (vorläufige) Insolvenzverwalter SOFORT nach Hause mit einem Satz: „Schuldner ist insolvent …!“
Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft dann erstmal, ob in dem Unternehmen noch genügend Masse ist, damit er auf seine Kosten kommt. Die betragen dann bei einem kleinen Einzelhandelunternehmen schon mal so EUR 50.000,--, oder wenn es etwas größer ist, etwa EUR 500.000,-- und bei Quelle sicher zig Millionen.
Erst wenn diese „Kohle“ noch da ist, wird das Insolvenzverfahren überhaupt eröffnet. Und was an „Kohle“ danach noch über ist, wird auf die Gläubiger verteilt. Die Quote liegt da erfahrungsgemäß so bei etwa 5 – 20 %. Es gibt in Einzelfällen auch Quoten von bis zu 70 %. Somit sind die Gläubiger die „Angesch.ssenen …!!!
Manche Gläubiger werden bevorzugt behandelt: Arbeitnehmer, aber auch Lieferanten, wenn sie unter Eigentumsvorbehalt geliefert haben oder auch Vermieter, die ein Vermieterpfandrecht an den in die Geschäftsräume eingebrachten Sachen geltend machen können.
Der Insolvenzverwalter versucht, die vorhandene Masse optimal zu verwerten. Das geschieht nun gerade bei Quelle. Wer aber etwas „denken“ kann, versteht, dass ein Warenverkaufspreis sich aus verschiedenen Kosten zusammensetzt: Einkaufspreis plus den gesamten Kosten des Unternehmens für x, y und z. Wenn das Unternehmen aber diese Kosten wegen Zahlungsunfähigkeit gar nicht mehr zahlt, ist es nur legitim, dass auch der Verkaufspreis sinkt.
Und nun komme ich zum Kern der Frage: „Nase“ machen bei der Insolvenz die Gläubiger. Die zahlen die ganze „Sch….“ und sind froh, wenn die Masse möglichst optimal verwertet wird. Die können bei der ersten Gläubigerversammlung vor Gericht auch den endgültigen Insolvenzverwalter wählen (meist der vorläufige) und müssen einer Verwertung weit unter Wert ZUSTIMMEN und tun dieses meistens. Die sind heilfroh, wenn da Kunden die Läden stürmen, sonst geht der ganze Krempel für ´nen Äpfelchen und ein Spatzenei an so „Spezialverramscher“, deren Namen ich hier nicht nennen will. Das sind die OBERGEIER, aber nicht die „Mutti ausländischer Herkunft“, die da ggf. 30 Bettbezüge mit 70 % Rabatt kauft, und damit möglicherweise immer noch 40 % ÜBER dem Einkaudpreis in China liegen …!!!
Ich bin am Sonntag mal kurz auf der Quelle-Site gewesen. Ein TomTom-Navigationssystem hätte mich evtl. interessiert. Haben die aber nicht oder nicht mehr. Noch zwei Tests: für mich war das alles Sch..se und preislich trotz der Rabatte völlig uninteressant.
Ach so, der „Pleitegeier“, wenn er persönlich haftend ist (was bei Quelle sicher NICHT zutrifft), stellt dann meist einen Antrag auf Restschuldbefreiung. Damit kommt er nach sechs Jahren „bei guter Führung“ aus der Sache wieder raus.
Ich durfte in meinem näheren Umfeld gerade beobachten, wie jemand so „ganz cool“ mal EUR 890.000,-- „abgeworfen“ hat und seinem Vermieter der Geschäftsräume diese durch den Insolvenzverwalter vollgemüllt zurückgibt. Der „Pleitegeier“ schaltet nicht mal die Außenwerbung oder die Kühlschränke aus. Darin vergammeln seit Monaten Lebensmitteln, weil er die Stromkosten ja nicht mehr zahlen muss. Und die Entsorgungskosten zahlt natürlich der Vermieter, so gläubigerfreundlich, ganz von der Quote abgesehen, ist das Insolvenzrecht NICHT.
Und die eigentliche Ursache des Problems siehst du natürlich VIEL zu eng. Bei Quelle sind das sicher Managementfehler. Aber das die Wirtschaft in Deutschland im Sturzflug ist, liegt an der sogenannten „Globalisierung“ und totalen Überregulierung („Tintepisser“) in Deutschland. Die kennen die Welt nicht, sondern in ihren Phantasien der „3-dB-Grütze“ ein ordentliches und saubere geregeltes Deutschland. Und ihre 3-dB-Bandbreite des Regelwerks zwischen den „Scheuklappen“ verstehen sie auch. Dass ein Unternehmer aber die GANZE Bandbreite der Tagesgesetze, -verordnungen und –vorschriften befolgen muss, verstehen die nicht; denn die Tätigkeit der eigenen „Tintepisserei“ hat ja einen Arbeitsplatz geschaffen und muss deshalb vorteilhaft sein.
Unsinn: Der „Tintepisser“ verursacht im wesentlichen Kosten, und in der Globalisierung geht es NUR um KOSTEN, aber nicht um Menschen. Das wird evtl. mal ein Thema, wenn es denn gleiche Rahmenbedingungen in ALLEN Produktionsländern geben sollte …
Hoffe sehr, LauraLuxus hat sich gefreut, dass ich mich noch mal zu Wort gemeldet habe …
HeavenInHell (05.11.2009 13:05 Uhr): „Was passiert mit den Geschäften, die mit in diesem Quellegebäude sind? U.a: Apollo Optik, eine Bank, ein kleiner Zeitungsladen, ein Cafè, im Sommer ein Imbissstand direkt auf dem Parkplatz, eine kleine Bäckerei an der Seite, die ja wahrscheinlich nur von den Quelle Leuten gelebt hat etc. pp.?“
Das war eigentlich mein Punkt (03.11.2009, 16:39 Uhr), wenn ich es auch nicht so EXPLIZIT angesprochen habe: In einem Insolvenzverfahren (früher: Konkurs) gibt es immer geschädigte Gläubiger, die einerseits durch Zahlungsfälle betroffen sind und andererseits in langfristigen Verträgen „hängen“, die sie eben nicht mal kurz „abwerfen“ können, weil sie selber NOCH nicht insolvent sind.
Zu diesem „Abwurf“ kommen die erst, wenn sie ebenfalls insolvent sind. Und in der Rechtsform e.K. haftet der eingetragener Kaufmann mit seinem GANZEN Vermögen. Der verkauft auch sein Haus. Der Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft wie einer GmbH ist da sehr viel günstiger positioniert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Eingetragener_Kaufmann
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalgesellschaft
Die Insolvenz des führenden Unternehmens (hier: Quelle) ist meist ein langfristiger Prozess über JAHRE. Aber die betroffenen Unternehmen im „Schlepptau“ trifft es häufig wie ein Schlag. Wenn da einem kleinen Unternehmen evtl. ein größere Forderung völlig ausfällt oder nach Abschluss des Insolvenzverfahrens nach circa ein bis fünf Jahren mit einer Quote von etwa 10 % befriedigt wird, bzw. das insolvente Unternehmen der einzige oder wesentliche Kunde war, steht der Chef dieses „Unternehmens im Schlepptau“ an der Wand, obwohl er u.U. sein Unternehmen VÖLLIG akkurat und korrekt geführt hat. Sein einziger Fehler: er konnte sich nicht vorstellen, was da in der Geschäftsleitung von XYZ für Ar.chlöcher gesessen haben, die ihn als ggf. langjährigen Geschäftspartner voll ins Messer haben laufen lassen.
Ein „altes Mütterlein“ nahe dem „Hungertuch“, das bei Aldi eine Tomate „klaut“, bekommt ein Strafanzeige, aber ein „Geschäftsführer“, der Aufträge an Geschäftspartner vergibt, obwohl er weiß, dass die das von ihm geführte Unternehmen NIE bezahlen werden kann (und das u.U. in Millionenhöhe), hat (bloß) ein Unternehmen in die Insolvenz geführt. Das ist normalerweise (im üblichen Rahmen) KEIN Straftatbestand …
Alle betroffenen Gläubiger haben im Insolvenzverfahren ein Recht aus Akteneinsicht und bekommen in der Gläubigerverhandlung auch ein Gutachten des Insolvenzverwalters. Wer clever ist, bekommt EINBLICKE in die Geschäftsführung. Und eine Strafanzeige kann JEDER bei der Staatsanwaltschaft stellen. Da braucht man nur Papier, Bleistift (heute besser: Computer) und Grips, aber keinen Rechtsanwalt. Und eine Strafanzeige (ohne Anwalt) ist KOSTENLOS. Etwas neben der Sache: zumindest GAB es auch Fälle eine Nummer größer mit Strafverfahren:
http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Schneider
Und weil diese „Geschäftsführer“ natürlich wissen, was eine solche Insolvenz in
einem strukturschwachen Gebiet für Kreise zieht (da „purzeln“ beispielsweise auch die Immobilienpreise, der meist noch nicht abbezahlten Eigenheime vieler Mitarbeiter der ganzen Unternehmen im Schlepptau), „denken“ diese Chefs häufig, der Staat kann uns gar nicht „hängen“ lassen und MUSS uns retten, vgl. beispielsweise Philipp Holzmann
http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Holzmann#Krise_und_Insolvenz_2002
@trouble
Au fein, das finde ich prima.
Du bist doch genau der Typ Frau, der sich hier gerne in den
Mittelpunkt drängt und ALLE von ihrer Meinung überzeugen
will. Klappt das nicht.....ja dann reagierst Du angepinkelt.
Gut, daß Du eingesehen hast, das es bei mir nicht klappt. :-)
Hast Du Kinder? Du bist bestimmt eine von den Muttis, die
sofort zum Lehrer rennen, wenn dem Nachwuchs in der
Schule was quer sitzt. Wie sieht es aus mit den Nachbarn?
Wenn die sich nicht passend benehmen, wird sicher gleich
ein persönliches Gespräch gesucht, oder lieber ein Protest-
brief geschrieben. Schreiben. Schreibst Du auch Leserbriefe
an die Zeitung? Bestimmt gegen Raucher oder Hundehalter
oder andere "verfolgte Minderheiten". :-)
Steige jetzt hier aus, wie schriebst Du auch mal, mir
persönlich ist wohl im Leben nie was Schlechtes passiert.
Ja, genau und das soll auch so bleiben. :-)
Deshalb nicht an der "Beschichtung" kratzen. :-)
Die Diskussion zeigt doch, dass es nicht einfach ist, eine richtige Entscheidung zu treffen. Manchmal hat man eben nur die Wahl des kleineren Übels. Aber trotzdem sollte man sich Gedanken machen. Die Entscheidungen bei Lebensmitteln scheinen mir fast schwieriger als bei Konsum- und Luxusgütern, auf die man eben auch verzichten könnte, um das ersparte Geld in (in dieser Hinsicht) sinnvolle Artikel zu investieren.
Wie man sich auch entscheidet, sollte man sich eben Gedanken machen und seine Entscheidung vertreten können. Man kann eben nicht immer 100%-ig ethisch entscheiden, aber so gut, wie es eben geht, und nicht "ist mir doch alles egal".
Troubleshooter, tut mir leid, ich schätze dich als Ratgeberin hier, auch wenn ich nicht immer deiner Meinung bin, aber in deinen letzten Postings erinnerst du mich an Touch. Nichts für ungut. Seid doch alle bitte nicht so giftig zueinander, das macht doch keinen Spaß.
trouble
--<ich bin unternehmer seit 1998--<
dann weisst du auch, dass die hauptentscheidungen für das unternehmen im management liegt...egal ob es den kukkusclan unterstützt, ob und wo es bestellt, ob und wie es bezahlt etc. etc...
wie soll ich dich als person da rauslassen, wenn gerade DU die meinung "hauptverantwortlich sind die da oben" ständig verurteilst...
zu DEINEM kern habe ich schon alles gesagt was ich zu sagen habe....es macht mir trotzdem spass weiter hier zu sein....wenn dir das nicht passt, ist das NICHT mein problem...
wenn ich deinen kern mit einem apfel vergleiche kann man den kern drehen und wenden wie man will....ohne den apfel, ohne den baum und ohne den grund auf dem der baum wächst etc. gibt es keinen kern....
also hat jedes kernthema auch ein rundherum....und mich mit dem AUCH zu beschäftigen macht mir spass....das, solange ICH will.....mit oder ohne moderator ist mir völlig egal....ich lebe nicht in und nicht unter irgendeinem regime....besonders unter deinem NICHT....
















