Auto
Höherer Spritverbrauch bei Rädern mit Leichtmetallfelgen ?
Hallo, ich im Mai von Winter- auf Sommerreifen wechseln lassen. Die Sommerreifen haben Leichtmetallfelgen. Seitdem habe ich einen Spritverbrauch um die 6,0 l / 100 km, obwohl ich vorher bei ca. 5,2 - 5,5 l / 100 km lag.
Ist das normal bei solchen Reifen ? - erhöhte Haftreibung o.s.ä. ?
11.06.2009, 09:26 Uhr melden
Beste Antwort:
Du hast deine Frage etwas verwirrend gestellt. Erst suchst du sozusagen bei den Leichtmetallfelgen die Schuld und dann bei den Reifen.
Entwirren wir also mal: Die Felgen sind mit Sicherheit nicht die Ursache. Sie sind leichter, als Stahlfelgen (daher auch die Bezeichnung Leichtmetall!) und erhöhen nicht den Verbrauch.
Die Reifen könnten ein Grund sein. Erstens könnte, wie Fuffel richtig sagt, der Luftdruck jenseits von gut und böse liegen. Andererseits haben die Reifen je nach Hersteller und Serie unterschiedliche Rollwiderstandswerte. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, dass die Sommerreifen schlechter, als die Winterreifen sind.
Ein anderer Grund könnte ein bauartlicher Unterschied sein, nämlich die Reifenbreite. Vielleicht hast du 185-er Winterreifen und 205-Sommerreifen. Dann wäre es durchaus zu verstehen.
Noch eine Möglichkeit: Teilweise war es die letzte zeit doch schon recht warm. Bei Nutzung der Klimaanlage steigt natürlich auch der Verbrauch. Wenn so ein Temperaturumschwung mit dem Räderwechsel zusammen fällt, gibt man schon gerne mal unberechtigterweise den Reifen die Schuld.
Er von SieErPaar
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Fahrweise ist sehr entscheidend, ...
... die kann im Frühling/Sommer durchaus sportlicher (verbrauchsfördernd) sein.
Den Luftdruck gegenüber den Herstellerangaben auf 1.0 bar zu erhöhen, halte ich für überzogen und evtl. auch für gefährlich, wenn damit der maximal zulässige Luftdruck des Reifens überschritten wird. Das kann passieren, wenn das Fahrzeuge (beispielsweise: VW-Bus) die maximale Traglast der Reifen schon voll ausnutzt!
Eine Erhöhung des Luftdrucks um 0,2 bar ist unbedenklich, reduziert aber evtl. gering den Fahrkomfort auf schlechten Straßen ...
Dann Demo,
hat Dich Deine Werkstatt aber mit den Reifen beschissen. Bei keinem Fahrzeug sollte mit normaler, zulässiger Höchstbeladung die Traglast der Reifen erreicht werden. Kleintransporter-Reifen sollten in der Regel zudem Reinforced sein.
Was die Reifen tragen können steht indes, verschlüsselt, drauf. Und zwar in der zweistelligen Zahl vor dem Kennbuchstaben für die Höchstgeschwindigkeit, also zum Beispiel die 88 in 205/55 R 16 88 Q
Eine Tabelle der Traglasten findest Du hier:
http://www.adac.de/Auto_Motorrad/reifen/reifenkennzeichnung_pkw/default.asp?TL=2
Fuffel: "Bei keinem Fahrzeug sollte mit normaler, zulässiger Höchstbeladung die Traglast der Reifen erreicht werden. Kleintransporter-Reifen sollten in der Regel zudem Reinforced sein."
@Fuffel
Die Traglastkennzahlen geben nur einem Maximalwert an. Der Luftdruck ist von der tatsächlichen Traglast anhängig. Hierfür haben die Reifenhersteller Tabellen in 50 kg (besser: 500 N) Scrhritten.
Es gibt/gab nicht nur Reinforced, sondern auch 6 PR oder 8 PR. Das interessante: der Luftdruck ändert sich mit der Bauart des Reifen teilweise deutlich, und der Fahrzeughersteller gibt deshalb beim T3 DREI verschiedene Luftdrucke an, und die unscheiden sich richtig, nicht nur 0,2 bar.
Der Reifenhersteller gibt auch den maximal zulässigen Luftdruck an (steht auf der Reifenwand (meist) in PSI). Und wenn das Fahrzeug den Reifen am "Limit" fährt, liegt der Sollluftdruck beispielsweise bei 3,9 bar und der maximal zulässige Luftdruck bei 4,5 bar.
Hinzu kommt, dass der Luftdruck bei "kaltem" Reifen gemessen werden soll. Ich denke, der Reifenhersteller meint: 20 Grad Celsius. Es gibt aber Asphalttemperaturen von etwa - 25 Grad bis etwa 60-80 Grad Celsius in südlichen Ländern bei starkem Sonnenschein und Aussentemperaturen von 45 Grad Celsius.
Da heißt es aufpassen, Traglasten, Luftdrucke und Temperaturen messen, sonst platzt gern mal ein Reifen, wenn man ihn stundenlang mit schneller Autobahnfahrt im hohem Alter über dem Limit fährt ...
Weiterhin würde ich dringend davon abraten, bei einem Höchstgeschwindigkeitsreifen der am Limit bei 280 km/h oder sogar mehr gefahren wird, mal kurzer Hand den Luftdruck um 1,0 bar über die Herstellerangaben zu erhöhen, wenn man nicht GENAU überprüft hat, ob der Reifen damit noch im Limit des Reifenherstellers liegt ...
Hallo und vielen Dank für Ihre Antworten.
@ Fuffel - Danke für den Tipp mit dem Reifendruck.
@ Demokritxyz - Ich werde darauf achten, nicht ZU sehr zu erhöhen bzw. mir in einer anderen Werkstatt mal einen Tipp über die Druckhöhe geben lassen (in der war ich früher, z.Zt. bin ich der Garantie wegen an das Autohaus gebunden :o(
@SieErPaar
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ganz kurz möchte ich sagen, dass ich nicht irgendetwas oder jemandem die Schuld gebe, sondern dass ich einfach nach einem Grund suche.
Das mit den Leichtmetallfelgen hatte ich geschrieben, weil die Reifen um einiges breiter zu sein scheinen als die Winterreifen, die auf Stahlfelgen sind. Wahrscheinlich habe ich aber übersehen, dass es natürlich auch auf Stahlfelgen breitere "Latschen" gibt ;o)
Deshalb hatte sich meine Frage auch auf die Haftreibung (oder halt den Rollwiderstand) bezogen, ob das tatsächlich so einen großen Unterschied ausmacht.
Dass die Klimaanlage den Spritverbrauch erhöht, hatte der Verkäufer auch gesagt, deshalb habe ich den Verbrauch extra bei ausgeschalteter Klimaanlage getestet.
Alles in Allem noch mal danke für die Antworten :o))
Ich werde also sehen, ob am Reifendruck was zu machen ist, die Klimaanlage nur benutzen, wenn es tatsächlich nötig ist, und mit dem Rest muss ich halt bis zum Herbst leben. ;o))
Hallo die Herren,
das meiste zu Luftdruck und Tragfähigkeit war Richtig (ca. 0,2-0,3 bar mehr ist i.O.). Was aber gern beim Mehrverbrauch mit Breitreifen übersehen wird ist vor allem eine, unter Umständen, erhebliche Änderung der Stirnfläche (CW-Wert) der sich auf schnellen Etappen dann zusätzlich bemerkbar macht. Das super aufpumpen von Sparfüchsen ist teilweise bedenklich und nur für Schleicher wirklich ungefährlich. Alle Anderen beeinflussen damit erheblich das Fahrverhalten und den Verschleiß der Reifen. Wer auf Komfort, Spritsparen und Sicherheit steht ist mit Stickstoff oder anderem "Reifengas" gut beraten. Da bleibt der der Druck nämlich sehr viel länger konstant und es hat auch noch einen dämpfenden Effekt.
Das mit dem kleineren Durchmesser von Winterreifen ist der totale Quatsch. (kleinere Felge + dafür höhere Flanke des Reifens = fast identischer Gesamtdurchmesser) Wer wie ich, aus vielen Gründen, trotzdem auf Breitreifen steht sollte einfach darauf achten das es Rollwiederstandsreduzierte sind. Die gibt es inzwischen in fast allen Größe und Marken.
Gruß vom trainer1















