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kinky13 Persönliche Nachricht schicken | 1 Beitrag

mein hund bellt andere hunde an beim gassi gehen wie kann ich das unterbinden

es ist auch aggresiv bei anderen hunden die er nicht kennt

06.02.2009, 11:19 Uhr melden

Antworten (8)

hopebewohner511 3415 Beiträge

Nach ein kurzer Nachsatz.

Ein nicht erzogener Hund ist potentiell sowohl für dich als auch für andere gefährlich und sollte daher schnellstmöglich lernen, dass du das Sagen hast und nicht er.

Übrigens wenn es sich nur um einen Angstbeller handelt ist das Problem relativ leicht zu beheben. Wenn es sich jedoch um ein Dominazproblem handelt wird das eher langwierig.
Hierzu gibt es wirklich gute Fachliteratur.

hopebewohner511 3415 Beiträge

"wie kann ich das unterbinden"

Entweder in die Hundeschule gehen oder entsprechende Fachbücher besorgen (gibts auch in der Bücherei) und selbst trainieren.

Einfallspinsel Persönliche Nachricht schicken | 14 Beiträge

@ sysa
Du spinnst doch. ^^ Einfach weil du das auch eine andere Weise gelernt hast, gleich andere Vorschläge runtermachen.
Schonmal den Gedanken weitergeführt, wenn dein Hund nicht mag, wenn andere so direkt auf ihn zukommen, dass das dann etwas mit Angst oder Dominanz zu tun hat?
Es ist ja nicht falsch, was du geschrieben hast, deine Trainingsvorschläge sind sogar gut, aber deswegen sind die anderen Vorschläge nicht gleich falsch. ^^

Soviel dazu ...
Also mein Tipp an dich, kinky13, such dir eine gute Hundeschule bzw. eine/n Trainer/in. Es gibt viele Wege, die zum erwünschten Erfolg führen können. :-)

albuquerque Persönliche Nachricht schicken | 78 Beiträge

Hallo kinky13,

ich rate dir zur Hundeschule. Ich weiß jetzt nicht wie alt dein Hund ist, welche Rasse und ob du schon einmal eine Hundeschule besucht hast. Aber meiner Meinung nach kriegt man solches "Fehlverhalten" alleine nicht hin (oder nur mit viel Hundeerfahrung). Ein Hund ist Rudeltier und hat entsprechende Wesenzüge, die je nach Rasse variieren. Herauszufinden, was genau deinem Hund "über die Leber gelaufen" ist, das geht nicht von heute auf morgen.

Die Vorschläge von sysa sind schon sehr gut und sie hat auch vieles sehr gut beschrieben. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, daß du nicht so viel Hundeerfahrung hast, daher besser nicht alleine "rumprobieren" sondern mit Führung eines Trainers. Man kann da nämlich viel kaputtmachen...

Sysa, lass dich nicht verunsichern von den anderen, du hast deine posts schon gut geschrieben. Generell kann man ein Tier nur durch "positive Bestätigung" gescheit erziehen. Punkt. ;-)

Und vor allem: konsequent sein! Nicht heute hüh und morgen hott...

Pirenci Persönliche Nachricht schicken | 21 Beiträge

Hallo Kinky,
ich schließe mich der Meinung vieler hier an.
Aber alles sehr viel Text und oft verwirrend.
Fasse zusammen: Empfehlenswert ist ein Hundetrainer, der mit dir zusammen an dieses Problem ran geht.
Er sollte dich beim Spaziergang oder mit anderen Hunden beobachten und versuchen das Problem deines Hundes zu ergründen (achtet er auf Frauchen, ist er dominant, hat er Angst oder kommt es von ganz woanders her).
Es gibt viele Wege die zum Ziel führen. Welches Training den gewünschten Effekt bringt, wird sich dann zeigen.
Also, Trainer finden => Problem ergründen => Trainieren bis zum gewünschten Erfolg.
PS: Hör dich um welche Erfahrungen andere Hundebesitzer mit Trainern und Schulen gemacht haben. Hilft dir bestimmt weiter.

Also dann, viel Erfolg bei dem was vor euch beiden liegt.

sysa Persönliche Nachricht schicken | 2 Beiträge

Hallo kinky13,

vergiss erstmal das ganze Gerede von wegen Angstbellen und Dominanz. In den seltensten Fällen trifft das nämlich tatsächlich zu, auch wenn viele Hundebesitzer diese beiden Wörter oft (aus Unwissenheit) in den Mund nehmen.

Ich hatte mit meinem Hund genau dasselbe Problem und habe, nachdem ich endlich die richtige Hundeschule gefunden und an verschiedenen Seminaren teilgenommen habe, schnell festgestellt, dass es bei meinem Hund hierfür mehrere Gründe gibt: a) er reagiert sehr stark auf die Körpersprache anderer Hunde ("da kommt ein anderer Hund frontal auf mich zu - das finde ich scheiße") und b) liegt ihm das Bellen schlicht aufgrund seiner Rasse im Blut, da er als BGS nunmal irgendwann auf das Verbellen gezüchtet wurde.

Wie bin ich nun also an das Problem heran gegangen? Zum einen habe ich ein Markerwort eingeführt, das ich sage, sobald er erwünschtes Verhalten zeigt und dem eine Belohnung folgt (Leckerchen, am Gras riechen etc.). Das gleiche macht man übrigens auch beim Klickertraining. Es sollte also ein "Kunstwort" sein, dass du sonst nicht benutzt. Dieses Markerwort benutze ich sehr früh, wenn er einen Hund in weiter Entfernung sieht und sich noch friedlich verhält. Denn dieses friedliche Verhalten will ich belohnen, also bestätige ich es, so dass der Hund lernt: da ist ein Hund, wenn ich nicht belle, sondern mich ruhig verhalte, bekomme ich eine Belohnung. Ein anderer Hund ist also nicht schlimm.

Zusätzlich kannst du eine sog. intermediäre Brücke einbauen, um das erwünschte Verhalten zu verlängern. Hunde reagieren hier recht gut auf ganz viele xxxxx hintereinander. Das ist aber nicht so leicht zu sagen, daher probiere es doch mal mit ei ei ei ei oder mit tack tack tack. Je nachdem, was dir besser liegt. In der Praxis sieht das dann so aus: Dein Hund sieht einen anderen und verhält sich ruhig, du markierst und belohnst ihn und benutzt dann die iB (intermediäre Brücke), um sein positives Verhalten zu verlängern. Das wird er natürlich nicht durchhalten bis die beiden sich begegnet sind, also zwischendurch immer wieder markieren und belohnen und die iB benutzen.

Eine andere Möglichkeit ist, wenn er wie meiner stark auf Körpersprache reagiert, dass du selbst mit ihm stehen bleibst und versuchst, ihn von dem Reiz (dem anderen Hund) wegzudrehen. Auch dabei benutzt du das Markierungswort und die iB bis der andere Hund vorbei ist. (Was ich nicht sehe, darüber muss ich mich nicht aufregen.) Nicht vergessen, immer, wenn deiner nach dem anderen Hund guckt und dabei ruhig ist, sofort markieren und belohnen.

Man braucht ein bisschen Ausdauer bei diesem Training, aber es lohnt sich!

Was du auch machen kannst, ist, von ihm ein Alternativverhalten, das er gut beherrscht, abzufragen, so muss er sich auf etwas anderes konzentrieren und das nimmt auch schon wieder ein bisschen die Spannung aus der Situation.

Ich hoffe, du bist jetzt ein bisschen schlauer. Und wie gesagt, lass´ dir keinen Schmarr´n einreden. Letztlich wird es auch immer wieder Hunde geben, die deiner einfach nicht mag. Punkt. Magst du alle Menschen, die dir begegnen?

Viel Spaß beim Trainieren und viel Erfolg.

sysa

Einfallspinsel Persönliche Nachricht schicken | 14 Beiträge

Ach ja, und du solltest jedenfalls ganz klar bei einer Methode bleiben, wenn du dich dann entschieden hast, sonst verwirrst du den Hund nur und das bestärkt ihn vielleicht sogar in seinem Verhalten.

sysa Persönliche Nachricht schicken | 2 Beiträge

@ Einfallspinsel
Ich mache die anderen Vorschläge (Fachliteratur und Hundeschule) keineswegs nieder. Mich stört nur, dass viele andere Hundebesitzer, die "einfache" Hunde haben, ganz schnell bellende Hunde über den Kamm Angst und Dominanz scheren, ohne das Verhalten tatsächlich zu hinterfragen bzw. ohne sich davor wirklich eingehend mit diesem Thema und mit dem betreffenden Hund auseinandergesetzt zu haben. Du kannst mir glauben, ich habe mich damit beschäftigt und auch die genannten, von vielen immer sehr gern ins Feld geführten Gründe ausgiebig beleuchtet.

Des weiteren stellt mein Vorschlag durchaus eine einzige Methode dar, wenn das in meiner Antwort so nicht deutlich wurde, tut mir das leid.

Ich habe Hundeschulen getestet. Leider sind die meisten sehr oberflächlich und gehen nicht auf individuelle Probleme ein, sondern trainieren stur, komme was da wolle. Mit der von mir beschriebenen Methode habe ich endlich den gewünschten Erfolg bei meinem Hund erzielt. Was mich letztlich auch gelehrt hat, nicht alles so hinzunehmen, nur weil es eine weitverbreitete Meinung ist, sondern vieles zu hinterfragen und mich damit auseinanderzusetzen. Bei deiner kritischen Reaktion auf meinen Tipp darf ich mir hier vielleicht die Frage erlauben, ob du dich ebenfalls schon eingehender mit der Körpersprache der Hunde auseinandergesetzt hast? Bei der Wahl der richtigen Hundeschule / des richtigen Hundetrainers, was ich sehr befürworte, darf man aber auch nicht vergessen, dass sich letztlich jeder Hundetrainer nennen darf, da das keine geschützte Berufsbezeichnung ist.

Abschließend möchte ich noch eine kleine Begebenheit erzählen, die sich in unserer Gruppe in der Hundeschule zugetragen hat. Vor einigen Wochen kam eine neue Hündin dazu, die, seit sie selbst gebissen wurde, mit anderen Hunden enorme Probleme hat und auch aggressiv und bissig auf diese reagiert. Durch das von mir beschriebene Training ist es zwischenzeitlich aber wieder möglich, dass die Hündin anderen Hunden freundlicher begegnet und teilweise sogar mit ihnen einträchtig an einem Grasbüschel schnuppert. Selbst mit einer anderen Hündin in der Gruppe, mit der sie anfangs sehr große Probleme hatte, ist mittlerweile ein Status quo erreicht, den man vielleicht als Waffenstillstand mit Friedensverhandlung bezeichnen könnte.

Sicherlich ist meine Methode nicht die alleinige heilsbringende, aber der Erfolg spricht, finde ich, für sie. Letztlich muss jeder die für sich richtige Methode selbst herausfinden, mit der er auch gut leben kann. Ich gehöre eben zu den "Wattebäuschenwerfern" und betrachte meinen Hund als Partner. Deshalb will ich auch partnerschaftlich mit ihm umgehen und verurteile "harte" Erziehungsmethoden. Und warum auch nicht, denn positive Bestärkung bringt mich und den Hund mindestens genauso weit, macht uns beiden mehr Spaß, und mir geht es gut dabei, weil es meinem Hund gut dabei geht.